DFS Habicht

Im 92 traf sich die Vintage Sailplane Association auf dem Flugplatz Schmerlat bei Schaffhausen. Nach dem mich alte Segelflugzeuge interessieren, war ich an diesem Tag anwesend. Am späteren Nachmittag kam ein Segelflugzeug zur Landung herein, das mich sofort in seinen Bann zog. Es war der Nachbau des DFS Habicht E1 der Wasserkuppe.

Für mich stand von diesem Moment an fest - das Teil muss gebaut werden. In den folgenden Wochen ging es an die Beschaffung von Unterlagen. Ich wurde bei der Firma Aeromax R/C fündig, die sowohl Pläne als auch Photos hatte.Kaum waren die Pläne eingetroffen, ging es an die Realisation. Der Massstab wurde auf 1:4 festgelegt. Dies ergab eine Spannweite von 3.40 m.

Die Urform des Rumpfes sollte aus Styrofoam geschliffen werden. Mit dieser Methode hatte ich Erfahrung, hatte ich doch auf diese Art und Weise schon einige Surfbretter gebaut.

Die wichtigsten Spannten für die Formgebung wurden auf Holz übertragen und an der richtigen Stelle am Grobzuschnitt des Rumpfes eingeklebt.

Jetzt ging es an das Schleifen. Die Form des Rumpfes war dann auch schnell sichtbar.

Nur anfassen und anecken – was man ja bekanntlich in seinem Bastelraum nie macht – war nicht drin.

Der ganze Rumpf wurde dann mit GFK überzogen. Dann ging es los mit schleifen und spachteln, schleifen und spachteln,schlei.... .Irgendwann musste ich mir mal sagen das reicht jetzt.

Es ist ja schliesslich ein Oldtimer und die haben nun mal Dellen. Als nächstes wurden die Höhenruder gebaut und die Rumpf Anformung der Flächen geschnitten und geglast. Dann ein Loch in den Rumpf geschnitten, Flächenanformung durch geschoben, Höhenruder angesetzt und die Flächenanformung ausgerichtet. Dann ging es wider los schleifen und.... .

Irgendwann war es dann doch mal soweit, dass ich den Rumpf ab geformt habe. Trennebene bauen Rumpf rein und ab formen. Da die Form nur für den Eigenbedarf bestimmt war wurde sie auch dem entsprechend einfach aufgebaut.

Fläche und Seitenruder wurden in der klassischen Styro-Abachi Bauweise hergestellt. Und tatsächlich lag der Habicht nach fast 3 Jahren plötzlich vor mir.


Mit einem Gewicht von 8.5 kg ging es dann zum Erstflug. Zum Glück überliess ich den Erstflug unserem Segelspezialist Heiri Gassmann. Seinem Können und seiner Routine war es zu verdanken, dass ich das Modell noch ein paar Jahre fliegen und auch an einigen Deutschen Meisterschaften einsetzten konnte. Der Schwerpunkt und der EWD liessen zu wünschen übrig.


Es folgten dann noch ein Stummel Habicht und ein weiterer Nachbau eines E1 Typs (Museé de l'air).

Irgendwann erfuhr die Urform eine Änderung. Thomas Hoffmann und ich haben die Flächenanformung in der Rumpfform zu gespachtelt, und noch einmal je einen Stummel Habichte gebaut. Die Flächenanformung vom Rumpf wird jetzt am Flügel angebaut, das erleichtert das Einstellen der EWD.

Bilder